Mein persönlicher Boykott

Ich habe mich entschlossen, ab sofort Schiesser Feinripp und den Eurovision Song Contest in Aserbaidschan zu boykottieren. Warum? Nicht, weil ich damit sicherlich niemandem wehtue, aber weil ich verbrecherische Angriffskriege ablehne. Ob  psychologische Kriegsführung im Schlafzimmer oder Flugzeugträger für Bombenflieger. Und ich selbst merke von dem Boykott auch nix, z.B. weil ich diesen erbärmlichen Vollschrott des Grand Prix ohnehin nicht konsumiere.

Warum ich Militärparaden wichtig finde

Bundespräsidenten und Verteidigungsminister kommen und gehen,
der Große Zapfenstreich bleibt
Für den, der nicht gedient hat, wird das merkwürdige Gefühl des gemeinsamen rhythmischen Aufmarsches fremd, ja lächerlich erscheinen. Der Soldat wird ein Teil dieser stoischen Einheit, geht in dieser scheinbar auf, bleibt aber doch dienendes Glied. Bereitgestellter Mann (und ermannte Frau). Der Gediente empfindet den Schauer auf den Rücken als wohlig. Diese Wohligkeit gefällt ihm – oder sie erschreckt ihn in ihrer Archaik bis ins Mark. Es hat was mit ihm gemacht und er kann, er will damit nicht umgehen. Es gibt eben „so’ne und solche“. Suum Cuique, sagten wir Feldjäger und fingen ’solche‘ ein: ‚Wo kommen wir denn dahin! Erst schön zuende dienen, dann Pazifist werden. Wir sind ja hier nicht bei wünsch Dir was!‘
Doch zurück zum Tsching, Tsching –  Bumm, Bumm. Weiterlesen

Verachtet mir die Meister nicht!

Mir fließen immer wieder die Tränen, so schön, so schön, ach wie schön ist das…

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Tag der Arbeit und die Deformation der Menschen in durchökonomisierten Gesellschaften

Darf man idealisieren? Man darf. Ich darf. Oder besser, ich frage gar nicht, ob ich denn dürfe. Wüßte ich doch garnicht, wen ich um Zustimmung fragen sollte oder gar das Recht zumäße, dort zu befinden. Ich darf, weil ich will, was ich kann.

Ich kann durchaus idealisieren, daß es einmal Gilden und Zünfte gab, die Ihre Mitglieder verpflichteten, ehrbar zu handeln und zu werken. Weiterlesen

Zum 1. Mai: Zitat des Tages

„Das scheidet uns von ihnen. Was haben die Männer, die jetzt so ernst und betriebsam nach Genua reisen, einzusetzen an Substanz, die ihr eigen ist? Sie sprechen die Sprache des Gegners, sie denken in seinen Begriffen. Ihr gewichtigstes Argument ist immer wieder, daß die Schädigung der deutschen Wirtschaft die Wirtschaft der Welt schädigt. Ihr großer Ehrgeiz ist immer wieder, gleichberechtigt in das System der Großmächte Europas, des Westens, eingefügt zu sein. Und wenn ich «der Westen» sage, dann meine ich die Mächte, die sich der Tyrannei des Wirtschaftlichen unterworfen haben, weil sie unter ihr stark werden konnten.“ (Ernst von Salomon, Die Geächteten, Kapitel  ‚Gespräch‘)