Weinmond

Ein Gang durch den herbstlichen Wald.
Der hat jetzt einen ganz besonderen, seinen herbstlichen Klang.
Wenn Waldesrauschen, in den ausgedünnten Kleidern weniger voll,
ein jeder Baum nun sein eigenes Lied singt, vom Abschied
und leise raschelnd fallen bunte Blätter wie Tränen,
fließend ins farbige Meer sich füllenden Bodens.

Einkehr unter Dach und Fach,
ans heimelige Feuer.
Noch den Duft des Draußen in den Sinnen,
zu sich kommen.
Der Weinmond scheidet,
Nebelmond naht in Schwaden.

Begrüße den Einen, ehr‘ den Andern,
mit einem guten Tropfen Rebensaft.
Klar der Klang der Gläser,
wie die klirrende Kälte,
die nun draußen über Felder
und zwischen Bäume zieht.

 

Krähen über Pearl Harbor

Blindheit ist tragisch. Vor allem, wenn man mit selbiger geschlagen und darob verbittert ist.

Es heißt „Eine Krähe hackt hackt der anderen kein Auge aus“.
Aber wenn eine Krähe sich selbst hackt und dabei blind wird für Friedensliebe und Gütigkeit,  dann haben wir es mit Autoaggression zu tun. Die gefährlichste Sorte.

Wenn der MIC-Kriegsminister (military–industrial complex, Vulgo/Neusprech: US_Verteidigungsminister) Leon Panetta in Bezug auf die jüngsten Hackerangriffe auf  US-Banken von einem Cyber-Pearl-Harbor spricht, dann bedeutet dies nichts anderes, als daß man sich selbst gehackt hat – egal, ob die falsche Flagge einer persischen fünften Kolonne in Computernetzwerken in die Hand gedrückt wurde oder eigene Jungs zwischen Stuxnet und Stuxnet 2.0 Langeweile vermeiden wollten.

 

Turm um uns….

Turm um uns sich türmt, Tod dem der dich schuf!
Helden hält dein Tor, Helden kampfgewohnt

Wiehernde Pferde stampfen die Erde,
warten auf Reiter, warten auf Sieg Weiterlesen