Migrationsführer von we2eu.info

Massenzuschiebung? Schwimmt euch frei!

Die Migrationskrise ist gemacht und zweckgerichtet. Die Kritiker dieses Machwerks zu kritisieren, nimmt nicht die Flüchtenden und Wandernden in Schutz, sondern die Verursacher und befördert deren Zwecke.

„Das Bild solcher Führer ist es, das vor unsern Augen schwebt: — darf ich es laut sagen, ihr freien Geister? Die Umstände, welche man zu ihrer Entstehung theils schaffen, theils ausnützen müsste; die muthmasslichen Wege und Proben, vermöge deren eine Seele zu einer solchen Höhe und Gewalt aufwüchse, um den Zwang zu diesen Aufgaben zu empfinden; eine Umwerthung der Werthe, unter deren neuem Druck und Hammer ein Gewissen gestählt, ein Herz in Erz verwandelt würde, dass es das Gewicht einer solchen Verantwortlichkeit ertrüge; andererseits die Nothwendigkeit solcher Führer, die erschreckliche Gefahr, dass sie ausbleiben oder missrathen und entarten könnten — das sind unsre eigentlichen Sorgen und Verdüsterungen, ihr wisst es, ihr freien Geister?“
(Friedrich Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse. Fünftes Hauptstück – Zur Naturgeschichte der Moral) Weiterlesen

„Swinegel3“ von Gustav Süs - Scan eines Reprints. Lizenziert unter Bild-PD-alt über Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Swinegel3.jpg#/media/File:Swinegel3.jpg

Wahrscheinlich ist es ein Wettlauf

Die gefährlichsten Diktaturen sind die, die schleichend kommen.
Und das Wesen der Machtgeilheit ist ihre Ungeduld. Nur, Schleichen und Ungeduld sind Antagonismen. Vielleicht zum Glück.
Mit dem 11. September 2001 sollte die letzte Phase der Globalisierung beginnen.
Ein neues Zeitalter, eingeläutet mit Massenmord und massiver Einschränkung der Bürger- und Freiheitsrechte auf weiten Teilen des Globus.
Hatte die Aufklärung des Menschen Ausgang aus der selbverschuldeten Unmündigkeit ein- und das finstere Mittelalter mithin abgeläutet, sind es wieder verrückte Sekten, die sich das verlorene Terrain auf dem Boden der Erde und in den Köpfen der Menschen zurückerobern wollen.
Der heiße Aufguß der Tea Party Bewegung, Schariafanatiker und auserwählte Wehrbauern im gelobten Land: Alle drei haben das Rad so wenig erfunden, wie sie es jetzt zurückdrehen können. Aber ihr Versuch stürzt die Welt in Chaos. Weiterlesen

„Revolution in Deutschland? Das wird nie etwas, wenn diese Deutschen einen Bahnhof stürmen wollen, kaufen die sich noch eine Bahnsteigkarte !" (Lenin) < Arne Fischer

Widerstand braucht keine Spielregeln

Anläßlich der immer existentielleren Krisen unseres Staats- und Gemeinwesens, werden die Klagen lauter: „Unsere Regierung muß Farbe bekennen.“ – „Minister müssen Verantwortung übernehmen.“- „Die Kanzlerin muß zurücktreten.“ – „Die Überwachung ist unrecht. Ich schreibe an den VS-Chef.“ – „Versammlungen werden verboten. Dagegen müssen wir klagen.“ – „Die Medien berichten einseitig. Wir verlangen ausgewogene Berichterstattung.“
Wer das System um Recht und Gerechtigkeit ersucht, wer beklagt, daß das System sich wehrt, wenn die Bürger die Mißstände an der Wurzel erkennen und –greifen wollen, der wird keinen wirksamen Widerstand aufbauen. Denn er akzeptiert genau die Strukturen und will sie nutzen, damit diese sich selbst korrigieren, ja beseitigen. Werden sie aber nicht. Weiterlesen

„Goya War2“ von Francisco de Goya - Web Gallery of Art: Image Info about artwork. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Goya_War2.jpg#/media/File:Goya_War2.jpg

„Russians to the front!“ Kann Krieg eine Lösung sein?

Man muß kein Pazifist sein, um den Krieg zu verachten.
Von dem „why?“, dem „Warum?“ bleibt doch nur das große Fragezeichen stehen, das seinen Rücken, wie im Dunst versammelter Seelen, gen‘ Himmel krümmt.
Schon die Vorbereitung zum Krieg, das Rüsten und Testen der Systeme, zeigt, wie sehr dieses unselige Handwerk abstumpft.  Ist die Technik gehorsam? Funktioniert der Mensch in ihr? Läßt sich das Getriebe reibungsloser machen, wenn Hemmnisse (z.B. der Tötung) abgebaut werden? Weiterlesen

Lamm mit Maulwurfshügeln | Jana Fischer 2013

Wege nach Rom: Friedensmarsch oder Spaziergang? Beides!

Es ist grad ein Jahr her, da konnte man die junge, friedensbewegte Mahnwachenbewegung als gescheitert bezeichnen.
Umso mehr gilt: Die Mahnwachenbewegung ist tot – es lebe die Bewegung der Mahnwachen!
Denn die Mahnwachenbewegung wurde durch etwas in Bewegung gesetzt und hat etwas in Bewegung gesetzt.
Immer wieder konnte man die vergangenen 14 Jahre (und weit darüber zurück) erleben, wie eine multipolar wirkende Medienlandschaft urplötzlich zu einem gleichgeschalteten Monopolmoloch wurde.

Deutlichste Merkmale dieser Entpuppung der Arschmaden zu Fliegengöttern:

  • Ein klar-strukturiertes Feindbild
  • Durch vollkommene Konzertiertheit der Berichterstattung ist dem, etablierte Medien Konsumierenden, jedes Ausweichen aus der Indoktrination verbaut. Jeder Sender, jedes Blatt nimmt an der Schmierenkomödie teil.
  • Notwendige und heilsame Kritik an der einseitigen Berichterstattung, wird als „schöne Theorien“ abgetan, deren Legitimation der Kritik jedoch verneint. „Wer eine Inter-Nationale anbetet, der kann uns nicht kritisieren.“ (O-Ton Gröfaz)
  • Die Kritiker selbst werden mit den übelsten politischen Beschimpfungen belegt und gruppenbezogen-feindlich stigmatisiert. Die üblichen Stereotype sind hier: Antisemit, Nazi, böser Mensch, etc.
  • Oder, auf Grundlage, langjährig im offenen oder verdeckten Faschismus, gewonnener Kenntnisse und Fertigkeiten mieser Charakterlichkeit, verächtlich gemacht. Zuletzt waren und sind dies Aluhutträger, Esoteriker, „Spinner und Verrückte“ (Konstantin Wecker, „Empört Euch!“), etc.
  • Damit ganz klar wurde, wohin US-Kampfstiefel und Prada-Schühchen im Gleichschritt marschieren und woher der Wind weht, sind die beide letztgenannten Gruppen außerdem „strukturell-krude“, antiamerikanisch, die FED-Kritisierer, Rothshildgegner, Putin-Versteher, mit Rußland-und-im-allgemeinen-Frieden-Woller, Schnellsprecher, Homophob, Familophil, Ethnopluralisten, linke Querfrontler, rechte Querfrontler, zwischen-raffendem-und-schaffendem-Kapital-Unterscheiderer, bla bla.

Nun gibt es raffinierte, gut verpackte Indoktrination. Also solche, deren Doppeldenk bis ins Letzte verfeinert ist. Nur, das Wesen der Gleichschaltung ist die aus ihre schwallende Dummheit. Denn je größer der Kreis derer ist, die als Prestituierte gebraucht werden und also funktionieren müssen, desto mehr schließt man die schlichteren, weniger raffinierten ein.

Die Propaganda wird jetzt so plump, daß es dem Volk schlicht zu doof wird.
Das Volk liest, hört und sieht gerne Blödeleien. Wenn es aber selbst zu platt für dumm verkauft wird, so beginnt es in seinen besten Teilen an zu murren. Mindestens.
Als vor bald 2 Jahren die wunderbare Olympiade in Sotschi zum Fest und sportlichen Wettstreit der Völker rief, erbrachen die Medien sich am laufenden Band. Der Grund, die eigene, geistige Magersucht und der Auftragsneid unter albernsten Vorwänden. Die Ursache: Dienstmädchen – ehemals und/oder in der strukturellen Persönlichkeit – waren (dienst-)botmäßig an die Kandarre genommen worden und entfesselten anschließend folgsam einen Shitstorm gegen den Gastgeber Rußland, wie er sich – sicherlich nicht mit Weihwasser – gewaschen hat.

Während sich also die Bürger auf die fröhlichen klaren Gesichter gesunder Sportler freuten, die in olympischen Dörfern den friedlichen Austausch der Menschen und Völker so schön vorleben können, geiferte alles, was über die transatlantischen Brücken – für Mediennutten als Drittcharge teilt sich heute kein Meer mehr – angetanzt kam. Es ging gegen Rußland.
Medienkrieg das Ziel, Mediensieg das Panier. Imperium befiehl, wir folgen Dir.

Darauf hatten die, ob dieser Plattheit beleidigten, Bürger aber keine Lust.
Mit Krokodilstränen jammerten die Kasperle von DLF bis RTL, von Bild bis Zeit, von Phoenix bis ServusTV, daß sie von unheimelig-himmlischen Heerscharen mit Kommentaren überschüttet würden, die sich über ihre angeblich einseitige Berichterstattung beschwerten.
Aber die kleine Hexe und der Dimpelmoser wußten ja, das war nicht einseitig. Das war einfach nur Kriegspropaganda. Und danach ist den Bürger einfach nicht mehr.

Weiter ging’s mit der Ukrainekrise. Von Nuland zu Maidan. Ein 12-töniger Mißklang in eintrachtsvollem Bellizismusjargon. Von Weglassen bis Hinzudichten: alles dabei.

Immer saurer wurden jetzt die Zwangsgebührenzahler und letzten Gläubigen an verbürgte Pressefreiheit: Unter den erbosten und kritischen Kommentaren ging manche Klitsch(e)K.O.
Es schien, als entglitte den großen Lenkern ihr liebstes Spielzeug: Der Mensch.

Dann artikulierte sich Widerstand. Kleine Grüppchen, sammelten sich vieler Orten zu Mahnwachen. Mahnend zu Wachsamkeit. Wachsam sein, gegenüber Kriegstreibern und deren Lügenmäulern.
Die alternativen Medien unterstützten diesen Drang der Artikulation von Sorgen und Kritik.

Man merkte richtiggehend, wie das System und seine Monopolmedien den Atem anhielten.
Das war unerhört. Das war ungemach(t). Das war… gefährlich.
Und das System schlug zurück, denn es wußte: das geht ans Eingemachte, an das Gruselkabinett ihrer in Weckgläsern und Spiritus eingelegten Reliquien von Medienmacht, Erlesenheitsdünkel und Auserwähltheitswahn bourgeoisen Besserwissens und beck(messer)ischens Merke(l)ns.

Und so prasselte der Gegenschlag auf die weitgehend Arglosen in den Mahnwachen hernieder.
Sie waren nun alles: Einfältige und Schlechte – weil sie widersprachen und freventlich kritisierten. Blasphemiker der aufgeblasenen Bohemiens in den Räten, Fraktionen, Redaktionen und dieser ganzen dekadenten Denkfabriken.

Gegen die Mahnwachen wurden ihre natürlichen Geschwister ins Feld geschickt: Die Friedensbewegten alter Zeiten und, an deren Rocksäumen und in derer Fahrwasser, aber immer im Schatten des Mantels der Geschichte und frischen Windes, die „rotlackierte“ SA (Orwell‘sche Selbstbezeichnung: Antifa).
Entsetzt, offensichtlich so falsch verstanden zu sein und außerdem an Arbeitsplatz, im sozialen Umfeld von Schnüfflern und Gedankenverbrecherjägern denunziert, verschwanden viele der Wachgewordenen wieder im Orkus grauen Nebels.

Andere blieben wackere Rufer im Walde oder Pfeifen in der Wüste. Montag für Montag hielten sie Wache und stellten sich dem medialen Geifer der Gegner und seiner Sturmabteilungen, welche die Straßen lieber und wieder frei hätten, für ihre schwarz-mummenschanzigen Bataillone.
Wieder andere wagten das schier unmöglich scheinende: Gegner zu Mitstreitern zu machen.
Mit der Friedensbewegung, der altehrwürdigen, eine Neue zu bauen. Winterszeit – Besinnungszeit.
Ein dritter Teil wollte nicht nebulös bleiben oder der Kriegserklärung des Systems mit Frieden begegnen. Dieser Teil der Angegriffenen meinte, ein gepresstes Lügenmaul sollte auch als Lügenmaul, des Systems niederträchtiges Wirken auch benannt werden: mit Roß und Reiter.
Und dieser Dritte Teil rannte doch selbst mit Rosinante und schnurrbärtig-gescheit(elt)em Don gegen den Feind an, in des Mühlen er zermahlen werden alsbald sollte.
In Windeseile entfesselte Hasspropaganda gegen das freche Volk, das sich erdreistete, widerständig zu widersprechen, zerschlug mit eiserner Faust auch diese Bewegungen.

Siegestrunken taumelte das System jetzt wie besoffen durch die Zeiten.
Den Schreck in den Knochen, wurde beschlossen, es nicht nochmal drauf ankommen zu lassen:
Ein Volk, eine Bürgerschaft, die noch so normal empfand, daß sie glaubte, Gegenrede, Kritik und Gegenvorschläge anbringen zu dürfen, so ein Volk mußte schnellstmöglich ausgetauscht werden.
Und weil diese Kröten zu gerne konzertiert unken, sollte gleichzeitig der contract sociale zerstört und durch Zersetzung gemeinschaftlichen Zusammenhaltes zu einem contract asociale umgeformt werden. Und eine asoziale Gesellschaft schafft sich nicht nur selbst ab, sie läßt sich auf ihren letzten Gängen auch wunderbar in Kriege führen.

Es geht jetzt um die Wurst.
Es geht jetzt darum, daß die Friedensbewegten – die Friedlichen, deren Pazifismus sie menschlich adelt – und die Widerständigen, deren gesundes Bauchgefühl sie streitbar macht, daß beide jene kritische Masse des Volkes, dem unbewußt Unwohl ist, zu gleichen Teilen aus dem Grauen Nebel hievt und teilnehmen läßt am eigenen Überlebenskampf.
Es geht um Krieg oder Frieden. Nicht um rechts und links, que[e]r oder straight, farbig oder durchsichtig. Man ist vereint darin, daß man die Strategie der Spannung als Verursacher jeder Strategie der Spaltung erkennt.
Das Volk will Frieden. Die Friedensgegner verdienen (am) Krieg. Verwehren wir ihnen den Gewinn, indem wir, verträumte Friedensbewegte und tumbe Bauchgefühler symbiotisch werden lassen.
Auf getrennten Wegen, gegen Rom: Friedensmarsch oder Protestspaziergang. Der Weg ist nicht das Ziel, aber viele Wege führen zum Frieden durch Abwesenheit von (Fremd-) Herrschaft.

pax vobiscum