Arne Fischer: Achterbahn | 2013

Sandkastenspiele, Menschenschieber und die Manie des Wuchers

Als die Soldaten gegangen waren und nicht mehr Panzer den Übungsplatz durchpflügten, da kam die Natur zurück. Fledermäuse hausten in den Giebeln der ehrwürdigen Kaserne und keine Maus mußte mehr vor dem Knallen der Stiefel erschrecken. Ein Löwenzahn brach durch den Beton der Panzerstraße, Frösche quakten im Sumpf ehemaliger Schützengräben.
In das Land, welches wieder zu atmen begann, wird jetzt Ladung um Ladung Menschenmaterial der Globalisten ausgekippt. 4.000 Menschen, frei geboren, voller Hoffnungen der liebenden Eltern allein und dann in der Seele verheert durch die großen Verneiner, die alle ihre Verachtung gegenüber der Schöpfung wild ausleben und denen die Kreatur nichts als Kriegsspielzeug bedeutet. 4.000 Menschen allein in einer Kaserne. Sandkastenspiele in wüster Ersatzreligion.

Arne Fischer: Gebundenes Feuer | 2014

Arne Fischer: Gebundenes Feuer | 2014

Als der Club of Rome im Jahre 1972 seine Studie „Die Grenzen des Wachstums“ veröffentlichte, waren die Spieltheoretiker noch in den Sandkästen des Kalten Krieges zuhause und konnten sich dort warmen Gedanken und heißen Phantasien hingeben.
Diese Studie stand nicht am Anfang, sondern mitten in einer schon viel älteren Diskussion darüber, wie Liberalismus, Vermassung und Materialisierung von Mensch und Geist sich entwickelten: zu einer Alplast für die Erde. Diese tiefgreifende Kritik an einer Welt, die als zivisilationskrank wahrgenommen wurde, erstickte alsbald in den Bewegungen eben genau der materialistischen Ersatzreligionen, die das Dingliche zum Ideal und das Ideal zu vernichtenswürdiger Schwärmerei machte. Nationalsozialismus, Bolschewismus und Kapitalismus: Drei hässliche Schwestern verbrannten die Erde, opferten die Kreatur und den Geist. Und noch in ihrem Alter, wo sie heute, auf fauligem Stroh, wie böse Erinnerungen noch die Welt entstalten, wollen selbst in der Agonie die kralligen Hände nicht von der Beute lassen.

Aber seit den frühen 70er Jahren gab es in der Welt durchaus befreite Hirne.
Nicht selbstbefreit und daher war diese ‚Freiheit‘ durch die Befreier in einen gewissen Dienst gestellt, aber auch ein Besen kann manchmal seines Zauberlehrling Meister werden.

In einer breiten ökologischen Bewegung, der sich Natur- und Volkswissenschaftler fakten- und kenntnisreich in den Dienst stellten oder der Sache anschlossen, wurden breit und fundamental die Fragen gestellt und gewagt zu beantworten: Ist der Wachstumszwang so systemisch und ist das System so wucherungsaffin, daß nur die Änderung des Systems sein krankhaftes Wuchern im exponentiellen Wahn beenden könnte?

Arne Fischer: Heimat | 2014

Arne Fischer: Heimat | 2014

Diese radikale, wurzelbewegte Frage konnte aber nur stellen, wer empfinden konnte und wollte, daß grenzenloses Wachstum nur durch Wegnahme und Zerstörung ging. Und stören hieran konnte sich nur, wer in dem Entstandenen eine Ordnung und in diesem „Ordo“ etwas erhaltenswertes erkannte.

Wieder einmal war der, die Schöpfung im weitesten Sinne bejahende, Mensch in der Ecke der Verteidigung. So wie der Nationalist nur dadurch ein solcher wird, weil der Imperialist die natürliche Ordnung und das Zusammenleben gewaltsam stört und beherrschen will, so versucht der Konservative zu bewahren, was in seiner Natürlichkeit und Lebensbejahung sein Lebensrecht erstritten und – im wahrsten Sinne – erLEBT hat, und welches erst durch die zerstörerischen Elemente menschlichen Denkens und Handelns bedroht wird.
Der Bewahrer nimmt seine Um- und Mitwelt wahr, erfühlt und erlebt sie. Wird diese seine Welt, die er nicht wie der Bohemien nihiliert, sondern im tiefsten Empfinden annimmt und ihr ein Ja! entgegenruft, wird diese Welt bedroht oder angegriffen, wird er hierauf reagieren.
Nicht umsonst sind die drei großen Verneiner gegen diesen einen Feind vereint und Kriegsgenossen: Die Reaktion. Die Festhalter an der Ordnung, die sie selbst zugrunderichten müssen, damit ihr Nein! wuchern kann.

Diese ökologische Bewegung war fast durchweg bejahend und auch in der Lage, die Enthaltung von Wucher vorzuleben und sichtlich, wie erkennbar glücklich zu sein.
Es ist weniger ein Treppenwitz der Geschichte, als trauriges Exempel, wie das System sich mit seinen Automatismen gegen diese Todfeinde im schlichten Gewande der Bewahrer wehrte: Besonders geeignete Typen aus den Ideologien, denen die Umwelt und Mitwelt nicht Schnuppe, sondern verhasstes Vernichtungsfetisch war, entschieden bewußt und eiseskalt klar, daß die Bewegung dieser naturnahen Schwärmer zur unterlaufen und durchdringen sei und dann, im Zuge innerer Zersetzung , zu überführen in den mechanistischen Schoß materialistischer Bejahung des Nein.

Es gelang. K-Gruppen waren die Speerspitze in den Rücken derer, die naiv an der klaren Quelle sich labten. Wer sich wehrte, wurde von der Presse, selbst durch und durch von der Avangarde der Zersetzer geführt, niedergeschrieben, die große breite Masse derer, – die es für das Leben ohne Wucher zu gewinnen hätte gelten können -, wurde mit der besten Nahrung gefüttert, die das System zu bieten hatte: der exponentiellen Konsum nie zu befriedigender Bedürfnisse ohne Erfüllung. Lust ohne anhaltenden Lustgewinn und Befriedigung.

Arne Fischer: Freiheit | 2014

Arne Fischer: Freiheit | 2014

Die Kriege und Krisen der letzten 15 Jahre haben die Menschen aus den Restaurants mit ‚internationaler Küche‘ vertrieben und in großer Zahl einer Restaurationsbewegung gegenüber zugänglich, offen gemacht.
Sehnsucht nach Frieden, nach etwas Heilem und Heiligkeit. Die im Materiellem zugestopften Seelen nutzten die kurzen, undinglichen Atemzüge einer materiell einschneidenden Rezession der Wirtschaft für diesen kleinen Moment – und atmeten plötzlich frei, witterten klare Luft.
Sofort aber reagierte das System und druckte Geld, um denen das Maul zu stopfen, die nach Luft rangen.

Weltweit forderten Menschen, starke Gemeinschaften bildend, ein Ende des Wuchers, ein Ende seiner Kriege und der Zerstörung, Vernichtung. Ein Ende der Angst und Verängstigung.
Die Reaktion agierte: Der niedrige Zins konnte den Zinsdruck doch nehmen und den Zwang zum exponentiellen Wachstum und der gefräßigen Zerstörung beenden.

Doch wieder regiert das System: Faschismus, Bolschewismus und Kapitalismus – in ihrem Verfallsprozeß zu einem schmierigen Klumpen verschmolzen – treiben den Wucher nun ins Wahnwitzigste: Der Mensch wird zu millionenfacher Verschiebemasse – bald dorthin, bald hierhin getrieben, gelockt, geschoben und geworfen – und überall dort, wo die Menschen frei zu atmen begannen, klebt man ihren Lebensraum mit Wucher zu.

Krisengewinnler, Probleme, Ängste in der Fremde und vor dem Fremden: alles mechanistisch und von kühlen Spieltheoretikern errechnet, eingesetzt und von ihren Herren genutzt.

Empört Euch, Verdammte dieser Erde!

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Prism, Tempora und der MIC

Nicht zuletzt seit Schirrmachers „Ego“ wissen wir, daß das Militär die ideologischen und praktischen Grundlagen schuf, mit denen den Menschen eine besser identifizierbare und analysierbare Identität zugemessen wurde. Mit dem erweiterten Ziel, daß er sich künftig bitte immer besser in der Weise „verhalten“ möge, daß die ihn verstehenden Werkzeuge, Algorithmen und deren Abfragen, ihn auch besser lenkbar machen sollten. Der Mensch soll, um es mit Goethe zu sagen „katechisiert und in spanische Stiefel eingeschnürt“ (Faust I) werden.

Wir wissen auch, daß seit 20 Jahren ein Personaltransfer aus den einschlägigen Behörden und dem Militär in diejenigen Unternehmen stattfand, die seitdem außerordentlich virtuos in der Findung ebendieser Algorithmen und schlauen Abfragen sind. Und es ist sicher kein Zufall, daß solche Unternehmen A-Lieferanten für Prism und Konsorten sind. Und sicher ist es dabei auch kein Zufall, daß diese A-Lieferanten zu den wertvollsten Unternehmen der Welt gehören.
Systemrelevanz macht ein Stück weit unangreifbar; das gilt nicht nur für Banken. Und Unangreifbarkeit schafft Vertrauen der ‚Märkte‘. Und wenn die Märkte vertrauen, dann fließt Geld. Clevere Programmierer sind teuer. Lieb und teuer sind diesem System aber vor allem die, die sich die Spiele ausdenken. Das sind explizite Kenner der menschlichen Psyche, Milieutheoretiker und Behaviouristen par exellance.
Aber der ROI (Rückfluß der Investition) ist umso vielversprechender: Eine Menschheit, die investiert und konsumiert for instant satisfaction, dem sofortigen Lustgewinn und der die Auseinandersetzung und Langwierigkeit nur arge Unlust beschert. Mithin Menschen, die von sich selbst entfremdet werden, deren digitale Identität die natürliche Persönlichkeit überlagert. Das freudsche Ich wird so zum Egomanen und trachtet das Über-Ich zu morden, das Es zu unterdrücken. Aus dem Stande des freien Bauern werden Tagelöhner, „Pawns in the Game“.

Aber der Personaltransfer geht auch andersherum: Inzwischen finden Manager und Programmierer aus den systemrelevanten Internetfirmen Anstellung bei CIA, NSA und Konsorten.
Der aufgeklärte Bürger ist es gewohnt, der Regierung und deren Behörden skeptisch gegenüberzustehen. Grundrechte in den Verfassungen werden zuvorderst als Verteidigungsrechte des Bürgers gegen den Staat verstanden. Freiheit definiert sich auch in einer unbevormundeten Entfaltung der Wirtschaft. So läßt es sich auch erklären, daß die Menschen und ihre Unternehmungen die ihnen zur Verfügung gestellten Werkzeuge, besser: Spielzeuge der  Spieltheoretiker, virtuos und äußerst unkritisch, geradezu naiv, nutzen. Man gibt sich preis, spreizt und exhibiert sich auf allen Ebenen des Es. Und das Über-Ich nutzt die Social-Media Plattformen, um sein Mißgefallen am System zu artikulieren, ja gar um den Widerstand zu organisieren.
Und wir alle verkennen dabei, daß wir es – in all seiner Vieldeutigkeit – in der Höhle des Löwen tun.

Der Totalitarismus machte sich schon immer die Wirtschaft dienstbar. Und umgekehrt. Aber erst der Liberalismus war bereit und in der Lage, auch den Freien Kaufmann insofern zu kaufen, als er die persönliche Freiheit des Konsums als entscheidend anerkannte. Und: diesen Konsumismus über die Werte von Anstand und Ehrbarkeit zu stellen bereit war. Die Vereinzelung des Einzelwesens paarte sich verlockend mit der Vermassung der Konsumenten.

Vor reichlich 50 Jahren warnte der scheidende US-Präsident Eisenhower in seiner Abschiedsrede: „Wir in den Regierungsräten müssen uns vor unbefugtem Einfluss — beabsichtigt oder unbeabsichtigt — durch den militärisch-industriellen Komplex schützen. Das Potential für die katastrophale Zunahme fehlgeleiteter Kräfte ist vorhanden und wird weiterhin bestehen. Wir dürfen es nie zulassen, dass die Macht dieser Kombination unsere Freiheiten oder unsere demokratischen Prozesse gefährdet. Wir sollten nichts als gegeben hinnehmen. Nur wachsame und informierte Bürger können das angemessene Vernetzen der gigantischen industriellen und militärischen Verteidigungsmaschinerie mit unseren friedlichen Methoden und Zielen erzwingen, so dass Sicherheit und Freiheit zusammen wachsen und gedeihen können.“

Dieser military-industrial complex (MIC) ist es, der seine Waffenarsenale seither in gigantischem Ausmaß erweitert hat. Und zur Anwendung brachte.
Die Kriege, die seither durch den MIC lanciert und geführt wurden, haben Millionen Menschen hinweggerafft, ganze Regionen chemisch und nuklear verseucht. Und sie haben eine kleine, verbrecherische Clique gleichzeitig immer reicher gemacht. Und diese Gruppe hat Chuzpe: denn sie investiert ihr Erschlichenes ausnehmend intelligent.

Diese Herrschaften sind dermaßen reich, daß sie die (künstliche?) Bipolarität der Welt für etwas viel Lukrativeres aufzugeben wagen konnten: Den Krieg gegen die gesamte Menschheit.
Denn zu was anderem sind Waffen, sind Militär da, als Krieg zu führen? Ob Angriffs- und Verteidigungskrieg bleibe zunächst dahingestellt. Wer Angst vor dem Erwachen der Klasse der Unterdrückten hat, verteidigt sich einfach durch Präventivschläge. Gründe finden sich immer. So oder so.
Verdeutlichen wir uns an dieser Stelle erneut, was mit dem Ende des Kalten Krieges passierte: Aus dem Militär wanderten Heerscharen von IT-Spezialisten aus den Streitkräften ab und fanden hochbezahlte Anstellung in IT-Unternehmungen. Und es transferierten gleichzeitig zugweise die Truppen der Spieltheoretiker in die Finanzwirtschaft und weiter zu den Internetfirmen. Andere wiederum wechselten aus den Stäben von Streitkräften und Geheimdiensten in die Think Tanks CFR, PNAC, RAND, usw.

Wer in Waffen zu denken lernte, bleibt im Kopf ewig kaserniert. Philantropie wird so zur Antipode des, im Sandkastenspiel er- und durchdachten, psychological warfare. Ein „draußen, in der freien Wirtschaft“ gibt es nicht. Diese Wirtschaft ist Teil des militärisch-industriellen Komplexes. Ziel: Machterhalt und deren Mehrung.
Und so, wie das Militär – als verselbstständigtes Spielzeug der Mächtigen – fortlaufend im „Feldtest“ die Tauglichkeit der Waffen prüfen und dräuend zeigen muß, so sind auch die neuen Waffen des MIC – wie Massensteuerung, -manipulation und Regimewechsel – einzusetzen und zu prüfen.
Nur sind es nicht mehr Massenvernichtungswaffen, sondern Vermassungswaffen – der Beitrag, des Liberalismus zum Arsenal.

Man darf nicht vergessen, daß die Spieler zwar kein inniges Verhältnis zur Schöpfung haben, aber rein kognitiv Erkenntnis gewannen, daß hochentwickelte Lebewesen sich im Spiel weiterentwickeln und konditionieren. Der Schritt zum spielerischen Umgang mit dem Spieltrieb war dann nur konsequent und logisch. Die Stärke dieses, unser Leben in allen Bereichen durchdringenden, Systems ist seine Neugierde und Lernfreudigkeit. Es will, es muß lernen. Lernen und Verstehen ist das Lebenselixier der Spieltheorie. Nur so gespeist kann die Synthese gelingen. Die Synthese aber ist die vollständig manipulierbare, von der natürlichen entfremdete Digitale Identität der Spielfiguren, mithin: Wir.

Nochmal: Die Spieler, daß sind sie. Graue Herren.
Die Spielfiguren, zu denen machen sie uns. Vermittels der Digitalen Identität, die wir uns aneignen und zu der wir letztlich werden sollen. Android.

Zu diesem Prozess des Lernens gehört der Einsatz von Regimechange- und Vermassungswaffen in neuartigen Stellvertreterkriegen.
Gerhard Baum schrieb hierzu: „Anders, als viele meinen, sind auch die Menschenrechtsverteidiger der Gefahr des Internets ausgesetzt. Sie werden durch neue Netztechnologien überwacht, etwa, wenn sie das Internet wie in Ägypten zur Förderung von Freiheitsbewegungen nutzen. Die dazu notwendigen Technologien werden von Firmen in westlichen Ländern ohne Hemmungen geliefert. Es sind digitale Waffen. Und sie gehören kontrolliert wie herkömmliche Waffen. Das Internet trägt zur Meinungsfreiheit bei, und Despoten fürchten es, aber diese haben längst Gegenmaßnahmen entwickelt.“ (F.A.Z. vom 19.6., Feuilleton)

Aus den Nachrichten dieser Tage, daß  das Internet vollständig(!) – in Social Media, Email-Verkehr, Telekommunikation, Suchmaschinenaufrufen, usw. – von staatlichen Behörden durchforstet und überwacht werde, erwuchs große Empörung. Weltweit.
Es ist aber keineswegs weniger schlimm, wenn ’nur‘ privatwirtschaftliche Organisationen lesen, lernen und manipulieren. Denn in einem totalitären Liberalismus gibt es keine Trennung von Wirtschaft und Staat. Hochfinanz, (IT-)Industrie und Militär sind es, die die Geschicke lenken und die Politmarionetten handhaben. Es sind Seiten ein und derselben Pyramide.
Diese Verbündeten sind, diese Allianz ist global. Und sie ist dabei, territorial, gesellschaftlich und wirtschaftlich alle natürlichen und ideologischen Feinde zu beseitigen.

Ihre Feinde sind Familie, Gemeinsinn, Solidarität und streitbare Friedfertigkeit. Und nicht zuletzt die unveräußerliche Freiheit, die uns mit der Geburt gegeben ist und deren Speisung Natürlichkeit und Schöpfung ist. Der Mensch als Homo Soziolgikus ist mithin gefordert, sich zu empören und zu widerstehen – zeigend, ihr pyramidoles Spiel ist auf Sand gebaut.

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Offenlegung aller Selektoren!

Original NSA Web-Anzeige zur Rekrutierung von Personal

Original NSA Web-Anzeige zur Rekrutierung von Personal

Zur Zeit findet ein Eiertanz der Hofschranzen statt: Wer soll die BND/NSA-Selektoren wo und wie sichten und wer soll sie auswerten? Die Bundesregierung möchte es am liebsten komplett selbst in die Hand nehmen: Man bestellt eine honorige Persönlichkeit, die das erledigt und das Ergebnis – unter Ausschluß jeder Öffentlichkeit – im Giftschrank der Demokratierudimente vergilben läßt. Der klägliche Rest im Bundestag fordert – mehr oder weniger – Einsicht durch einen, natürlich unter Ausschluß der Öffentlichkeit arbeitenden – Ausschuß.

Wir fordern unmißverständlich und klar: Die NSA-Selektoren sind ohne Wenn und Aber offen zu legen! Wenn Big Brother dazu nicht bereit ist – dies steht natürlich zu erwarten – ist es ein Akt der Souveränität Deutschlands, zumindest alle Selektoren, die der BND in die Algorithmen eingespeist hat, uneingeschränkt offen zu legen.

Und damit keine Zweifel aufkommen: Der Souverän ist hierbei nicht die Bundesregierung, das Parteienparlament und schon gar nicht Räte und Ausschüße, die im Halbdunklen oder Dunklen tagen.
Der Souverän ist das Volk!

Gegen- und Scheinargumente, die Selektoren seien Relevant für die Sicherheit Deutschlands und seiner Bündnispartner, sind lächerlich.
Wer das gesamte Internet mit hunderttausenden(!) Schlüsselworten komplett überwacht, führt ganz Anderes im Schilde: Es geht um die vollständige Durchleuchtung artikulierten Empfindens und Denkens aller(!) Individuen und Gemeinschaften, in denen sie sich bewegen. Es geht um alle Bevölkerungen. Wenn die Algorithmen verstehen, wie die Interaktionen zwischen den Menschen laufen, wenn Stimmungen herausgelesen werden, dann wird es den Herrschenden ein Leichtes sein, seine Herrschaftsausübungs- und Sicherungsinstrumente zielgerecht, gleichsam ins Schwarze, einzusetzen und die völlige Manipulierbarkeit der Individuen und Gruppen herzustellen. Auf Knopfdruck!

Global agierende Hedgefonds saugen schon seit etlichen Jahren Daten aus Facebook, Twitter, Google und Co. – mit diesen Schnittstellen läßt sich dort gutes Geld verdienen – und Hochfrequenzsysteme richten Ihr Anlageverhalten vollautomatisch an den momentanen Stimmungen des Populus (vul. Pöbels).
Ein Narr, wer meint, da ist noch niemand auf die Idee gekommen, das „Konsumverhalten“ ein wenig zu manipulieren. Schlagen wir die Zeitung auf, knipsen das Telescreen an: Jede verdammte Seite, jeder Beitrag ist Manipulation – auf High End Niveau.

Die NSA ist seit einigen Jahren mit Abstand der größte Akquisiteur von Mathematikern. In jedem Fall gilt sie als der größte Arbeitgeber von Mathematikern in den USA, wahrscheinlich sogar weltweit.
Man fischt sogar die Bestbegabtesten von der Finanzindustrie – und die zahlen richtig gut – weg. Oder man setzt sie dort als Nerd-Trojaner-Chimäre ein,

Apropos: Mit verschrobenen Leuten kann man natürlich ziemlich viel anstellen. Noch besser allerdings, wenn man gleich Vertreter des Subjektes der Analyse und Manipulation im Hause hat – mithin imperiales und geheimdienstliches Mittel aller Zeiten.
Die NSA sucht also bevorzugt besonders akzentuierten Menschen, z.B.

„Special Emphasis Programs are currently in place and are executed with the help of the following Employee Resources Groups (ERGs):
  • African American
  • American Indian/Alaska Native
  • American Veteran
  • Asian American/Pacific Islander
  • Hispanic/Latino
  • Islamic Cultural
  • Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender & Allies
  • People with Disabilities
  • Women“       Originallink zur relativen NSA-Seite

Wer also meint, die NSA hält alle Transen für potentielle Terroristen, weil diese manchmal einen schwarzen Vollbart haben, hat Wurst zwischen den Ohren. Es geht um die Manipulation der Gesellschaften, Zerstörung stabiler Gemeinschaften und Beförderung alles dessen, was der Vereinzelung des Menschen, bei seiner gleichzeitigen Vermassung förderlich ist.

Denn der Mensch ist dann manipulierbar (= optimiert), wenn er seiner Natur entfremdet, seiner Freiheit beraubt und seines Freiheitsgeistes entäußert ist.

WIE die das machen wollen steht in den Selektoren!
Der Widerstand fängt dort an, wo wir uns nicht auf einer virtuellen Rampe selektieren lassen, sondern den – viel zu weit fortgeschrittenen Anfängen – wehren.

Bildquelle: Gabi Eder / pixelio.de

Lügenpresse – und deren Metakommunikation mit dem erwachenden Bürgersinn

Ist es abendländisch, wenn man sich auf eine orientalische Niederschrift beruft? Wir wollen es hier tun und vermuten, daß es doch eine ganze Menge Gerechter gibt, die in dem Sodom und Gomorra des medialen Mainstream dem gesellschaftlichen Suizid entgegentreten.
Nicht jeder hat die charakterliche Festigkeit, als Whistleblower dem sozialen Freitod ins kalte Auge zu blicken und so spielen diese „Gerechten“ den Harlekin, indem sie ihre Herren zum Narren halten.
Wie sonst ließe sich erklären, was seit reichlich anderthalb Jahren aus den Redaktionsstuben der Monopolmedien in die Presse und den Äther geht?

Der aufgeklärte, oder zumindest kritische, Bürger ist ja schon länger so einiges gewohnt. Nicht von ungefähr wurde schon in den späten 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts das Wort „Lügenpresse“ mit einigem Sarkasmus aus dem Giftschrank der Unwörter geholt.
Aber spätestens seit dem Fest der Völker in Sotchi sind sie außer Rand und Band. Diese Monopolmedien.
Vorausgegangen waren die Niederringung eines Großteils der offeneren islamischen Staaten und Nationen und deren Versinken in Chaos, Tod und Zerstörung.
Vorausgegangen war, daß Rußlands Führung nicht mehr nur mahnend die Hand erhob, sondern ein Sakrileg beging und dem wichtigsten Whistleblower der letzten Jahre Asyl gewährte. Snowden.
Vorausgegangen war die größte konfrontative Kriegsflottenkonzentration im östlichen Mittelmeer, seit dem Zweiten Weltkrieg. Es roch nach Pulver. Plutonium ist geruchlos.
Vorausgegangen war der Aufbau und die Installation verrückter religiöser Fanatiker in den vorher verheerten Ländern und Seelen.
Vorangegangen war der Clash zweier Flugzeuge in die Säulenheiligen der Civilization – und das seit dem ein wildgewordenes, weltumspannendes System – von offensichtlich wie –kundig wahnsinnig gewordenen – ökologische, ökonomische und bellizistische Fackeln in alle Ecken des Globus wirft.
Wir nennen dieses „Es“ den Globalismus.

Zum Glück hat ein erheblicher Teil der westlichen Zivilisationen, die tumbes Werkzeug dieses Wahnsinns zu sein bestimmt war, die wichtigsten Essenzen aus sämtlichen Umerziehungsprogrammen gezogen und den ganzen anderen Re-education Mist, in seiner grotesk-strukturellen Krudität, vergessen oder rechtzeitig über Bord geworfen.
Die wichtigste Essenz war in den Köpfen: Krieg ist doof. Herrscher sind nicht immer gut. Und trau keinem Wolf, dessen Stimme weich klingt. Die Re-education Umerzieher haben es lehrerhaft vorgemacht: Sie haben solange ihre eigene Kreide gefressen, bis sie so verkalkt waren, daß sie ihren verzapften Unfug für reinen Wein hielten. Danach war alles nur noch Posse.
Und die Bürger begannen es langsam zu durchschauen.
In dieser Gemengelage faßten sich Journalisten und sogar einige Redakteure ein Herz (wenn auch nicht Mut) und weckten in maßlosen Übertreibungen, abstrusester Hetze, frechsten Lügen und albernsten Verdrehungen das schwelende Mißtrauen der kritischen Geister der Bürgerschaften.
Umerzogene Gesellschaften gebaren nun in erquickender Fertilität ungezogene Protestbewegungen. Kaum war die eine geboren, da reagierte das System sattsam und zerschlug sie durch Agents Provocateurs oder in Spaltung geschulte Sendlinge.
Doch während die eine noch in Agonie lang – zack! – war die nächste da. Die  Bürger begannen, völlig unbewußt und völlig zurecht, Hase und Igel mit dem System zu Spielen.

Und die, die es mit der verderbenbringenden Propaganda zu weit getrieben hatten, waren es, die den Menschen gezeigt hatten, wie der Hase läuft.
Dieser Dienst, den diese Journalisten und Redakteure damit dem Frieden und der Freiheit geleistet haben, ist nicht hoch genug zu bewerten.
Und seit anderthalb Jahren scheint man sich gegenseitig zu verstehen.
In einer Art Metakommunikation beschimpfen die Widerständler in den Monopolmedien immer wüster die Bürger und machen ihre Sorgen lächerlich. Der feine Bürgersinn greift genau das auf und bringt die Verkehrung wieder in Ordnung, gefüttert mit allen Essenzen, die Volkeszorn dienstbar sind.
Und der Widerstand der kritischen Bürger ist die metakommunikative Antwort: Ja, liebe Agenten der Wahrheit, eure Provokation ist verstanden. Weiter so!
So geht das Ping-Pong der Aufwühlungen hin und her. Auf der Strecke bleibt die Auflage und Einschaltquote. Gewonnen ist das „Auf die Straße!“ des Teils der Bürger, der in der Lage ist, die anderen mitzureißen.
Es ist anzunehmen, daß immer mehr Medienleute ihr „verlorenes Gewissen“ wiederentdecken und in die antiaufklärerische Hetze einstimmen, zur Erzeugung jener kognitiven Dissonanzen, die die Gesellschaften umschwingt und solche Resonanzen entwickelt, die das Bahnsteigkartenhaus zum Einsturz bringen werden, in dem der konsumierende Sklave der Monopolmedien gefangen gehalten bleiben soll.
Spätestens, als die Lügenpresse das Wort Lügenpresse zum Unwort des Jahres ernannte, und die Lügenpresse dieses überschwänglich feierte, war das nächste Rauchzeichen gegeben: Wir verstehen uns.

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Liebe Ausländer, laßt uns Deutsche mit diesen Globalisten nicht allein.

“Herkunft” ist doch ein schönes Wort. Wer irgendwo herkommt, kann anderswo ankommen. Das Irgendwo ist häufig ein Anderswo, in anderen Fällen aber doch das Hier. Heimat.
Die, deren Herkunft hier ist, brauchen in der Regel nicht ankommen. Sie sind schon da, ihre Identität ward mit unsichtbaren Zeichen in die Wiege geschnitzt. Andere müssen erst ankommen, tragen ein Bündel von Schicksal, Erlebnis, Hoffnungen und Träumen auf den Schultern. Diese sind reich und können bereichern: Mit Kultur, mit Art und Individualität. Je weiter die Arme ausgebreitet sind, desto leichter anzukommen: Als Gast, der weilt oder als Gast, der bleibt. Sicher oder vielleicht. Wer weiß. Weiterlesen