„Swinegel3“ von Gustav Süs - Scan eines Reprints. Lizenziert unter Bild-PD-alt über Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Swinegel3.jpg#/media/File:Swinegel3.jpg

Wahrscheinlich ist es ein Wettlauf

Die gefährlichsten Diktaturen sind die, die schleichend kommen.
Und das Wesen der Machtgeilheit ist ihre Ungeduld. Nur, Schleichen und Ungeduld sind Antagonismen. Vielleicht zum Glück.
Mit dem 11. September 2001 sollte die letzte Phase der Globalisierung beginnen.
Ein neues Zeitalter, eingeläutet mit Massenmord und massiver Einschränkung der Bürger- und Freiheitsrechte auf weiten Teilen des Globus.
Hatte die Aufklärung des Menschen Ausgang aus der selbverschuldeten Unmündigkeit ein- und das finstere Mittelalter mithin abgeläutet, sind es wieder verrückte Sekten, die sich das verlorene Terrain auf dem Boden der Erde und in den Köpfen der Menschen zurückerobern wollen.
Der heiße Aufguß der Tea Party Bewegung, Schariafanatiker und auserwählte Wehrbauern im gelobten Land: Alle drei haben das Rad so wenig erfunden, wie sie es jetzt zurückdrehen können. Aber ihr Versuch stürzt die Welt in Chaos.

Das soll den Vierten im Bunde, den Globalisten, nur Recht sein. Ordnung ist ihnen per se ein Graus und sie dulden diese nur solange, wie sie dem Geschäft und der Supression der Freiheit zuträglich ist (bspw. TTIP).
„Die Hölle selbst hat ihre Rechte?“, rief – noch überrascht – Heinrich Faust aus.
Letzteren gelang es in den letzten Jahrzehnten erfolgreich, die Erstgenannten mit den Köpfen aneinanderzuhauen. Diese zerfleischen sich gern und das gilt’s zu nutzen.

Aber mit 9II fand ein weiteres Eingang in die Gesellschaften der Welt: Die Menschen sammelten sich zu kleinen, losgelösten Gemeinschaften und verlangten nicht mehr nur „Teilhabe“, die lasche Form möglicher Mitbestimmung des kollektiven Geschicks. Sie verlangten Umkehrung: Die Umkehr von dem Kurs der Kriegsführung, die Umkehr vom Kurs der Ausbeutung und die Umkehr vom Kurs der Einengung der persönlichen Entfaltungsmöglichkeiten.
Persönlichkeit als Gegensatz zum Individualismus. Denn mit ihr ist Wesenheit und Eigenständigkeit verbunden, die damit im Gegensatz zu der zunehmend spürbaren Vereinzelung steht.

Bei vollkommnen äußern Sinnen
Wohnen Finsternisse drinnen,
Und er weiß von allen Schätzen
Sich nicht in Besitz zu setzen.
Glück und Unglück wird zur Grille,
Er verhungert in der Fülle;
Sei es Wonne, sei es Plage,
Schieb er’s zu dem andern Tage,
Ist der Zukunft nur gewärtig,
Und so wird er niemals fertig. (Faust III)

Und als der kritische Teil der Menschen (und auf den kam und kommt es immer an) innehielt und sich zur Umkehr vom System abwandte, konnte die Sicht auf die Dinge unverstellter, klarer werden.
Denn zur Beherrschung gehört die Überfülle der Eindrücke und oberflächlichen Empfindungen, die nur im Kurzweil den Hunger stillt.
Der ungestillte Hunger – nein, in der Vorstufe war’s wohl lediglich ungerichtete Appetenz – löste die Bewegung aus. Bewegung des Wissensdurstes und Informationshungers, den die siegessicheren Vier nicht mehr stillen konnten, da sie alles und mehr für sich selbst beanspruchten.
Ausgehend von den USA entstand – spätestens – mit der Truther-Bewegung eine völlig neue Informationskultur: Das Internet, das zunehmend als Werkzeug der Überwachung und Manipulation umgestrickt wurde, diente nun als Plattform millionenfacher Verbreitung von Aufklärung, Analyse und Alternativen.
Als also die Inhaber der fiskalischen, mainstreammedialen und militärischen Macht auf dem Globus in ihrer blutigen Siegentrunkenheit nicht schnell genug immer neue Satisfaktion erlangen konnten und zu schnell die finale Umsetzung der globalen Kontrolle zur Exekution bringen wollten, hörten die Menschen die Nachtigall trapsen. Schließlich waren es ja auch High Tech Boots, die ungeniert imperial durch die Länder der Welt marschierten. Unüberhörbar. Unübersehbar.
Die Menschen erwachten und taten sich zusammen.
Der Wettlauf der nun begann und heute im vollen Gang ist, wird befeuert von dem Erwachen des „Wahren Feindes“ der Freiheit, der herrschenden Klasse einer ruchlosen Clique von Globalisten, die merken, daß sie zu schnell zu weit gegangen sind.

1024px-Swinegel2Auf der anderen Seite stehen die Völker, die verdammten dieser Erde, wenn sie nicht zusammenstehen. Sie müssen all den Tricks ihres großen Widersachers gewahr und widerständig sein. Er wird sie gegeneinanderstellen. Er wird Keile in die Völker, in jede einzelne der nonkonformen Bewegungen, zu treiben trachten. Und er wird es tun mit Heerscharen jener Menschen, die die Dopeline der Macht schon begierig aufgesogen haben und wissen: sie sind in ihrem Charakter und ihrem Anspruch schon so deformiert. Der Rückweg, die Umkehr ist ihnen verbaut.
Die Globalisten haben auch in weiteren Dingen die Nase vorn: Seit Dekaden, wohl eher Jahrhunderten, studieren sie des Menschen Psyche, seine Form und Manipulierbarkeit im Millieu, seinem Lebensumfeld. Sowohl die bezogenen Wissenschaften haben sie in ihren Dienst gestellt, als auch vollständig die Mittel der Beeinflußung auf Grundlage der gewonnenen „Studien“: Die Medien und – als neue Massenmanipulationswaffen – die Algorithmen, die über Social Media und die ganze direkte oder mittelbare Werbung den Menschen mit dem füttern, was er fressen soll.
Wenn z.B. die eine Gruppe gegen die andere gestellt wird, bekommt die Jeweilige vor allem das in Facebook zu lesen, was der Verhetzung dienlich ist.

„Swinegel4“ von Gustav Süs (1823–1881) - Scan des Reprints. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Swinegel4.jpg#/media/File:Swinegel4.jpg

„Swinegel4“ von Gustav Süs (1823–1881) – Scan des Reprints. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Swinegel4.jpg#/media/File:Swinegel4.jpg

Was kann der umkehrende, rebellierende Mensch dagegen aufbringen? Seine Natürlichkeit, sein Verhalten, seine Triebe.
In diesen Urkomponenten unserer Schöpfung haben Globalisten nie zu denken gelernt, da sie sich von Beginn an über die – und damit aus der – Schöpfung gestellt haben.

Der Mensch ist ein soziales Wesen. An erster Stelle.
In Gemeinschaften ist er stark, da er sich dort, gesund an Seele und Geist, entfalten kann. Er hilft, wo Hilfe gebraucht wird und wehrt ab, wo Hilfe mißbraucht wird.
Er ist Igel und Igel.
Und wenn die Menschen sich darin wiederfinden, daß ihre persönliche Wesenheit im Vordergrund steht und nicht der Homo Consumicus, dann zeigen die Globalisten freiwillig das Hasenpanier.

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