Weinmond

Ein Gang durch den herbstlichen Wald.
Der hat jetzt einen ganz besonderen, seinen herbstlichen Klang.
Wenn Waldesrauschen, in den ausgedünnten Kleidern weniger voll,
ein jeder Baum nun sein eigenes Lied singt, vom Abschied
und leise raschelnd fallen bunte Blätter wie Tränen,
fließend ins farbige Meer sich füllenden Bodens.

Einkehr unter Dach und Fach,
ans heimelige Feuer.
Noch den Duft des Draußen in den Sinnen,
zu sich kommen.
Der Weinmond scheidet,
Nebelmond naht in Schwaden.

Begrüße den Einen, ehr‘ den Andern,
mit einem guten Tropfen Rebensaft.
Klar der Klang der Gläser,
wie die klirrende Kälte,
die nun draußen über Felder
und zwischen Bäume zieht.

 

3 Antworten
  1. Monika H.
    Monika H. says:

    Ich poste es mal hier, weil ich den Herbst liebe und das Feuer sehr gemütlich finde. Bei den Begriffen und Erklärungen kann man nicht kommentieren.

    ad Europa

    >>Der Europagedanke beruht u.a. auf den Erfahrungen der fortgesetzten, meist blutigen Auseinandersetzungen der europäischen Völker untereinander. War Europa in der Vergangenheit durch die jeweiligen Herrscherhäuser verbunden und verbandelt – was diese nicht von der gegenseitigen Zerfleischung ihrer Völker abhielt, so war es eine die Sehnsucht der ideellen Väter der europäischen Einigung, durch das Verweben der Völker, deren Befreundung, solche Blut- und Schlammschlachten künftig zu verhindern. Nach zuletzt furchtbaren Angriffskriegen (Jugoslawienkrieg 1998 ff.) hat sich der europäische Einigungsgedanke stark ökonomisiert.

    Was man nicht außer acht lassen sollte bei diesen Gedanken ist die Wiederherstellung und Erweiterung des Heiligen Römischen Reiches (Deutscher Nation). Die „Deutsche Nation“ und Deutschlands Rolle in der EU sind ebenfalls auffällig. In jedem Fall muss man auch in der Geopolitik die Religionen immer im Auge haben. Die Rolle des Vatikan wird unterschätzt.

    ad Heimat
    Sie schreiben zwar was Heimat ist, aber was ist ein Heimatloser? Ich habe dieses Heimatgefühl nicht, d.h. ich hatte es einmal für ein paar Tage, grad so viel, um diejenigen zu verstehen, die eines haben. Bevor das große Bedauern einsetzt *g – für mich ist keines von Nöten. Ich fühle mich dadurch eher befreit. Wo ich jedoch ein Gefühl von „zu Hause“ und Glück empfinde ist, wenn ich mich auf einen der vielen Sterne setze und mir die Welt von oben ansehe. Sie ist nicht nur wunderschön, unsere Erde, die Menschen darauf sind in der Mehrzahl gute und liebende.

    Über einige andere Punkte muss ich noch nachdenken.

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    • Arne Fischer
      Arne Fischer says:

      Der Reichsgedanke und die schicksalhafte Aufgabe (Bürde) reichsbildender Völker, hier besser Nationen, sind ein ganz besonders tiefes Thema…

      Zur Heimat und zu Heimatlosigkeit: Enttäuschung und Bedauern können einander bedingen, müssen es aber nicht. Ich bedauere auch nicht Sie Monika, sondern bedauernswert wäre höchstens, daß etwas höchst emotionales, archaisches nicht in weniges Tagen „erfühlt“ werden kann, gleichsam in der Projektwoche oder im VHS-Kurs. Aber es läßt sich auch nicht abstreifen, höchstens ersetzen durch andere Gefühle. Und so befried(ig)end Heimat sein kann, so ist ist ersetzend nicht mit Ersatzbefriedigung gleichzusetzen und damit abwertend. Es ist etwas anderes.
      Ich selbst bin viel zu sehr Wandervogel, als daß mich die Örtlichkeit zu binden vermochte – aber das Ideal, das bleibt.
      Und so Sie mich so gerne von Mond, Sternen und Kirchtumrspitzen auf die Mutter Erde zurückschicken, so trotzig setze ich mich gerne stumm und friedlich an ihre Seite, um den Blick auf unseren Heimatplaneten zu richten, die Schöpfung – Stein, Tier und Pflanze – zu beschauen, zu welcher ich auch als Mosaiksteinchen den Menschen zähle.

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