Blondinen Bevorzugt

Es war eine Art Überfall: Ich war wegen einer Messe in Köln und hatte mich mit einer Freundin aus Hamburg, die nahebei studierte auf einen Kaffee verabredet – übrigens eine sehr hübsche, echte Blondine. So schlenderte ich am frühen Abend durch die Fußgängerzone. Plötzlich hatte ich ein Puschel vor der Nase und eine Kameralinse vor dem Kopf. „Was fällt Ihnen zu Marylin Monroe ein?“ Ich stammelte irgendetwas von „tolle Schauspielerin‘ und ‚Verstrickung‘ und ‚Tod, der Fragen offen läßt‘. Die Reporterin schaute den Kameramann an und tuschelte irgendetwas wie „Der könnte passen“ oder so. Zu mir: „Das war ja schon ganz gut. Jetzt sagen Sie mal etwas süffisant „Mein Motto des Tages. Blondinen bevorzugt.“ Tja. So entstand das.

Das letzte mal war ich im Fernsehen, als ich am 10. November 1989 der Berliner Mauer half, schaden zu nehmen. Ungleich schöner.