Weinmond

Ein Gang durch den herbstlichen Wald.
Der hat jetzt einen ganz besonderen, seinen herbstlichen Klang.
Wenn Waldesrauschen, in den ausgedünnten Kleidern weniger voll,
ein jeder Baum nun sein eigenes Lied singt, vom Abschied
und leise raschelnd fallen bunte Blätter wie Tränen,
fließend ins farbige Meer sich füllenden Bodens.

Einkehr unter Dach und Fach,
ans heimelige Feuer.
Noch den Duft des Draußen in den Sinnen,
zu sich kommen.
Der Weinmond scheidet,
Nebelmond naht in Schwaden.

Begrüße den Einen, ehr’ den Andern,
mit einem guten Tropfen Rebensaft.
Klar der Klang der Gläser,
wie die klirrende Kälte,
die nun draußen über Felder
und zwischen Bäume zieht.